Pflege von Blei - Akkus
Anwendungshinweise zum Laden wartungsfreier Bleibatterien
Vor dem ersten Gebrauch muss die Batterie mindestens 12 Stunden geladen werden.
Nach jeder Entladung, egal welchen Ausmasses, muss wieder neu geladen werden.
Die Batterie darf nie im entladenen, bzw. teilentladenen Zustand gelagert werden.
Eine vollständig entladenen Batterie benötigt mindestens 16 Stunden Ladung.
Bei Ladezeiten von weniger als 16 Stunden muss spätestens nach drei Tagen mindestens 24 Stunden geladen werden.
Die ideale Umgebungstemperatur liegt zwischen 10 Grad Celsius und 20 Grad
Celsius.
Der Raum sollte trocken sein.
Jede Batterie unterliegt einer gewissen Selbstentladung. Diese ist bei den
heutigen Bleibatterien
sehr gering. Bei 20°C dauert es etwa ein Jahr, bis eine vollgeladene Batterie
auf 50% ihrer Kapazität abgefallen ist.
Die Selbstentladung ist stark temperaturabhängig. Als Faustregel gilt
ungefähr, dass jede Erhöhung der Temperatur um 10°C die
Selbstentladung verdoppelt. Dies gilt umgekehrt auch für tiefe Temperaturen,
wo die Selbstentladung auf sehr geringe Werte absinkt.
Die Frostsicherheit hängt vor allem vom Ladezustand ab. Das Gefrieren des Elektrolyts muss auf jeden Fall verhindert werden, da die Batterie dabei Schaden nimmt. Eine voll geladene Batterie gefriert erst bei ca. -50°C, eine entladene Batterie bereits bei -10°C.
Jede Entladung beansprucht die Batterie und zehrt damit an ihrer Lebensdauer.
Tiefentladungen schaden dabei weit mehr als Teilentladungen (mit weniger als 50%Kapazitätsentnahme).
Die Zyklenfestigkeit liegt bei etwa 300 Entladungen (zu je 75% Kapazitätsentnahme).
Wird jeweils nur etwa 10% der Kapazität entnommen, so können weit mehr Zyklen erreicht werden.
Im Interesse einer langen Lebensdauer sollten Tiefentladungen möglichst vermieden werden.
Zusätzlich zu der Zyklenbelastung unterliegen die Batterien einer
natürlichen Alterung. Diese ist, wie die Selbstentladung, stark
temperaturabhängig.
Bei 20°C beträgt die Lebensdauer etwa 5 Jahre, alle 10°C wärmer
jeweils nur noch die Hälfte (und beschränkt auch umgekehrt).
Sehr schädlich für alle Bleibatterien ist das Lagern im entladenen Zustand (Sulfatierung).
Deshalb sollten die Batterien immer in möglichst geladenem Zustand sein.
Entladungen zur Kapazitätserhöhung, wie sie bei NiCd-Batterien üblich sind, sind bei Bleibatterien nicht sinnvoll, da diese keinen Memory-Effekt aufweisen.
Um eine optimale Lebensdauer zu erreichen, sollten die Batterien immer wieder, mindestens jedoch alle 3 Monate, für etwa 10 Stunden mit einem spannungsbegrenzten Ladegerät aufgeladen werden.